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Gemeinsam stark für die Menschen in Essen
Zusammenarbeit: Caritasverband für die Stadt Essen und SkF Essen-Mitte

Der Caritasverband für die Stadt Essen e.V. und der Sozialdienst katholischer Frauen Essen-Mitte e.V. (SkF) werden in Zukunft enger zusammenarbeiten. Die beiden katholischen Verbände sind als Träger in sozialen Bereichen tätig und Anbieter psychosozialer Hilfen für die Menschen in der Stadt Essen. Durch eine engere und effektive Zusammenarbeit sollen Ressourcen und Potenziale gebündelt werden. Die aus dieser Zusammenarbeit entstehenden Synergien sollen in erster Linie zum Wohle der Hilfeempfänger genutzt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, haben der Caritasverband für die Stadt Essen e.V. und der SkF Essen-Mitte e.V. sich unter anderem zu einer gemeinsamen Personalentscheidung  entschlossen. Dr. Björn Enno Hermans, bisher Geschäftsführer des SkF Essen-Mitte e.V , wird zukünftig zu gleichen Teilen mit den Aufgaben des hauptamtlichen Vorstandes und Caritasdirektors sowie des Geschäftsführers des SkF betraut. Hermans tritt damit auch die Nachfolge von Heinrich Verweyen an, der in die Passivphase der Altersteilzeit verabschiedet wird.

„Der SkF und der Orts-Caritasverband werden gemeinsam auftreten. Wir werden eine gemeinschaftliche politische Vertretung sowohl auf der lokalen Ebene der Stadt und den jeweiligen Gremien als auch im Bistum Essen wahrnehmen“, so Stadtdechant Dr. Jürgen Cleve, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes für die Stadt Essen e.V. Man wolle die Interessen der beiden Verbände bündeln und die direkte Abstimmung zwischen den katholischen caritativen Diensten, den Einrichtungen und den verschiedenen Hilfsangeboten vorantreiben.

Um die gesellschaftliche Entwicklung in der Stadt Essen auch in Zukunft positiv mitzugestalten und weiterhin innovative Ideen anzubieten, sei die engere Zusammenarbeit mit dem Orts-Caritasverband der richtige Weg, zeigt sich Annegret Flügel, Vorstand des SkF Essen-Mitte e.V., überzeugt.

„Die Stärkung der katholischen sozialen Angebote in der Stadt Essen ist das eine Ziel. Darüber hinaus werden wir die katholische sozialpolitische Positionierung und deren Vertretung und Einflussnahme im lokalpolitischen wie gesellschaftlichen Bereich stärken“, betont Dr. Björn Enno Hermans. In der engeren Zusammenarbeit der beiden Verbände sieht Hermans auch die Möglichkeit, unnötige Energieverluste an Schnittstellen zu vermeiden. „Gemeinsam können wir so im Sinne der Klienten und der Hilfesuchenden tätig werden“, so Hermans. Die Fähigkeit der Vernetzung und der Kooperation sei zukünftig eine wichtige Grundlage der caritativen Arbeit. 

„Dies ist gerade auch im Hinblick auf die spitzenverbandliche Aufgabe der Caritas in der Stadt Essen von großer Bedeutung“ ergänzt Hermans. 

Mit den benachbarten Orts-Caritasverbänden für die Städte Mülheim und Oberhausen hat der Essener Caritasverband für die Zukunft eine engere Zusammenarbeit vereinbart. „Gemeinsam planen wir als Partner in der Region auch hier Ressourcen zu bündeln und Potenziale über die Stadtgrenzen hinaus effektiver zu nutzen“, erläutert der Essener Stadtdechant Cleve die Zielsetzung.

Außerdem ergeben sich durch die vielen verschiedenen Standorte von SkF und Caritas in Essen auch neue Bezugspunkte zur Caritasarbeit in den Pfarreien.

„Die Schnittstelle zwischen ehrenamtlich getragener und hauptberuflicher Caritasarbeit noch stärker in den Blick zu nehmen, ist mir ein wichtiges Anliegen“, so der neue Caritasdirektor Hermans. 

 

Zur Person: Dr. Björn Enno Hermans

Björn Enno Hermans (38) ist seit 2009 Geschäftsführer des SkF Essen-Mitte e.V.. Zuvor war der promovierte Diplom-Psychologe Leiter einer Abteilung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Dortmund. Hermans verfügt über zahlreiche Zusatzausbildungen, unter anderem auch in Organisationsentwicklung. Der 38-jährige Essener engagiert sich im Vorstand des Diözesanrates im Bistum Essen, ist Mitglied im Zentralkomitee deutscher Katholiken (ZdK) und ist stellvertretender Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände in Essen. Im Jugendhilfeausschuss des Rates der Stadt Essen arbeitet Hermans schon seit 14 Jahren in unterschiedlichen Funktionen mit.

 

Caritasverband für die Stadt Essen

Der Caritasverband für die Stadt Essen e.V. wurde im Mai 1897 gegründet und gilt damit als der älteste Caritasverband in Deutschland – seit 117 Jahren engagieren sich ehrenamtliche wie hauptamtliche Mitarbeiter für Menschen im Geiste der christlichen Nächstenliebe. Der Caritasverband macht sich stark für kranke, alte und Not leidende Menschen, er ist Träger verschiedener psychosozialer Einrichtungen.  Als solcher nimmt er die spitzenverbandlichen Aufgaben auf örtlicher Ebene wahr.

 

 

Caritasverband für die Stadt Essen e.V.ist Träger folgender Einrichtungen:

 Beratungsdienste:

  • Aidsberatung
  • Bahnhofsmission
  • Allgemeine Sozialberatung
  • Ehe-, Familien- und Lebensberatung
  • Nachtfalter – Beratung für Prostituierte und Betroffene von Menschenhandel
  • Katholische Telefonseelsorge
  • Kleiderkammer
  • Betreuungsstelle Suppenküche
  • Beratungsstelle für Wohnungslose und Nichtsesshafte - Sozialzentrum Maxstraße
  • Einrichtungen der Suchtberatung
  • Familien- und Erziehungsberatung
  • Migrations- und Flüchtlingsberatung und Integrationsagentur
  • Ambulant Betreutes Wohnen

 

Altenhilfe/Hospiz:

  • Cosmas und Damian Hospiz
  • Caritasstift St. Lambertus (Vollzeit-, Kurzzeit- und Tagespflege)
  • Offene Seniorenarbeit
  • Demenzbetreuung
  • Caritas Sozialstationen Ruhr gGmbH (Ambulanter Pflegedienst -
  • 6 Sozialstationen im gesamten Stadtgebiet)

 

Unterstützung der Fachverbände:

  • Caritas Konferenzen Deutschland e.V.
  • Kreuzbund
  • Malteser Hilfsdienst
  • Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)

  

 

Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Essen-Mitte e.V.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gründete Agnes Neuhaus mit weiteren ehrenamtlich engagierten Frauen den Verein „Sozialdienst katholischer Frauen“. Die Frauen gründeten den Verein in der Absicht, benachteiligten und in Not geratenen Mädchen und Frauen wirksam zu helfen und sozialpolitischen Einfluss auf deren gesellschaftliche Lebensbedingungen zu nehmen. Dieser Tradition fühlt sich der SkF Essen-Mitte auch heute noch verpflichtet.

Die Arbeit des SkF Essen-Mitte e.V. hat sich mit den Jahren weiterentwickelt und zunehmend rückten Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts sowie die Arbeit mit deren Familien in den Mittelpunkt der Arbeit. Ziel des SkF ist es gemeinsam mit den Hilfesuchenden Perspektiven zu schaffen, Persönlichkeit zu fördern und Familien stark zu machen, ihrem Erziehungsauftrag gerecht zu werden.

 

 

In folgenden Fachbereichen ist der SkF Essen-Mitte e.V. tätig:

Jugendhilfe/ Hilfen zur Erziehung:

  • Familie Aktiv in Schule (Förderung verhaltensauffälliger Schüler und ihrer Eltern)
  • Jugendgerichtshilfe
  • Adoptions- und Pflegekinderdienst
  • Fachstelle Prävention & Bildung
  • Lernförderung
  • SkF Wegnis & P-FA-D (Ambulante Hilfeangebote für Familien)
  • Stadtteilbüro Bergmannsfeld
  • Wohnprojekt teen+baby & elternHaus
  • Tagesgruppe MehrFamilienHaus
  • Tagesgruppe ConneXXion
  • Theresienheim (DomiZiel, Step by Step)
  • Flexhilfen (Flexible erzieherische Hilfen)
  • Notschlafstelle RAUM_58 

 

Bildung, Beratung, Betreuung:

  • Kindertageseinrichtung & Familienzentrum Villa Kunterbunt
  • Kindertageseinrichtung Langstrumpf
  • Kindertageseinrichtung Saltkrokan
  • Kindertageseinrichtung Bullerbü
  • Kindertageseinrichtung Takatukaland
  • Kindertageseinrichtung Hoppetosse & Dependance Seestern
  • Schwangerenberatungsstelle
  • Fachdienst Kindertagespflege
  • Beratungsstelle im KinderPalliativNetzwerk Essen
  • KinderPalliativTeam (SAPPV)

  

Gefährdetenhilfe:

  • Café Schließfach
  • StrichPunkt
  • Ambulant Betreutes Wohnen
  • Schuldnerberatung
  • SkF Frapé (Joborientierung für langzeitarbeitslose Frauen)
  • Theresienhaus