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Gefährdetenhilfe

Treffen der Bundesarbeitsgemeinschaft „Sexarbeit und illegalisierte Drogen“ in Essen

Treffen der Bundesarbeitsgemeinschaft „Sexarbeit und illegalisierte Drogen“ in Essen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft „Sexarbeit und illegalisierte Drogen“, die sich 2005 gründete, ist ein Gremium professioneller Experten und Expertinnen für die Rahmenbedingungen der Sexarbeit sowie des Konsums illegalisierter Drogen, im Besonderen auf dem Straßenstrich. Sie trifft sich mindestens einmal jährlich, mehrtätig unter dem organisatorischen Dach der Deutschen AIDS-Hilfe. Das Gremium dient der bundesweiten Vernetzung und Lobbyarbeit für Straßensozialarbeit mit drogenkonsumierenden Sexarbeiterinnen und Transsexarbeitern/Innen. Die teilnehmenden Einrichtungen zeichnen sich durch eine wertschätzende und lebensweltorientierte Grundhaltung aus.

Der SkF hatte in diesem Jahr zum 12.Treffen nach Essen eingeladen. Kernthemen am Kopstadtplatz in Essen waren der Austausch über die jeweilige Situation vor Ort, der aktuelle Stand der Umsetzung und Bedeutung des Prostituiertenschutzgesetzes für die Straßensozialarbeit mit der Zielgruppe, sowie ein Fachgespräch mit der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW zu den Schwerpunkten „Zusammenhänge von Trauma und Substanzen“. Da die Umsetzung des Gesetzes, welches am 01.07.2017 in Kraft trat, in vielen Bundesländern nach wie vor ungeklärt ist, stehen die Beratungsstellen vor großen Herausforderungen. Es wird befürchtet, dass sich die ohnehin schon prekäre Lage – Wohnungslosigkeit, Illegalität, Migration, Kriminalisierung und Substanzgebrauch der Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen durch das neue Gesetz deutlich verschlechtert und damit ein erhöhter Beratungsbedarf entsteht.

Foto (v.l.n.r.):
Katharina Pätzold (La Strada  Hannover)
Bärbel Bach (SkF Köln e.V.)
Stephanie Schröder (Drogenhilfe Kassel)
Sarah Hermes (SkF Essen-Mitte e.V.)
Nadine Meier (Belladonna e.V. Essen)
Marianne Rademacher (Deutsche Aids-Hilfe Berlin)
Sonja Obermüller (Ragazza e.V., Hamburg)
Sabine Sauer (Aidshilfe Bielefeld)
Monika Nürnberger (Notdienst Berlin)
Sabrina Burkhart (Aldona e.V. Saarbrücken)
Manuela Brandt (Aids-Hilfe Westmünsterland e.V., Ahaus)
Sonja Hoster (Drogenhilfezentrum Saarbrücken)

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