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Jugendhilfe – Hilfen zur Erziehung

SkF erhält Preis des Landes NRW

SkF erhält Preis des Landes NRW

Erst einige Monate liegt es zurück, das 1. Goldstücke-Festival des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), das verschiedene theaterpädagogische Schulprojekte auf die Bühne der Weststadthalle gebracht hat. Neun Schulen, darunter vier Förderschulen waren ein Schuljahr lang gemeinsam mit dem SkF und seinem Team der schulbezogenen Sozialarbeit theaterpädagogisch aktiv. „Die Schüler haben nicht nur selbst die Inhalte der Stücke kreiert, sondern mit Unterstützung von erfahrenen Theater-, Tanz- und Musikpädagogen ihre ganz eigene Inszenierung der Themen auf die Bühne gebracht.“ Ziel war es, mit Methoden der Theaterpädagogik insbesondere Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf oder sozialen Schwierigkeiten zu erreichen und spezifisch fördern zu können.

Heute nun ist der SkF mit seinem Goldstücke Projekt gemeinsam mit fünf anderen Preisträgern in Düsseldorf von Landesministerin Ute Schäfer mit dem Preis „Auf dem Weg zum Kinder- und Jugendkulturland NRW“ ausgezeichnet worden und hat dafür das stolze Preisgeld von 10000,- Euro erhalten.

„Wir freuen uns natürlich riesig über diese Anerkennung“ sagt Markus Heijenga, der beim SkF für die theaterpädagogischen Projekte verantwortlich ist. „Es zeigt deutlich, dass auch außerhalb von Essen unsere Arbeit anerkannt und gewürdigt wird.

„Es sind manchmal diese ganz kleinen, aber gut sichtbaren Schritte, die diese Arbeit so wertvoll machen“ ergänzt Heijenga 
„Wenn z.B. ein sehr stiller zurückgezogener Junge mit wenig Akzeptanz in der Klasse auf der Bühne auftaut und in seiner Rolle plötzlich mit lauter Stimme sprechen kann und von den Anderen dafür Anerkennung erhält. Das wirkt sich nicht nur auf das Selbstvertrauen dieses jungen Menschen aus, sondern häufig auch auf seine Position in der Klasse“ ist sich Heijenga sicher.

Ministerin Schäfer nannte in ihrer Laudatio besonders die enge Kooperation von Jugendhilfe und Schule förderungswürdig und zeigte sich beeindruckt vom großen Umfang des Projekts.

„Als Geschäftsführer des SkF bin ich natürlich stolz auf unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dieses Projekt und damit auch den Gewinn des Preises erst möglich gemacht haben“, freut sich Dr. Björn Enno Hermans, „danken möchte ausdrücklich aber auch allen Kooperationspartnern.

Auch wenn es dem SkF gelungen ist, über alternative Finanzierungen auch im laufenden Schuljahr und in das nächste Schuljahr hinein weiter theaterpädagogische Projekte an Schulen durchzuführen, so gibt es doch einen Wehmutstropfen:

„Durch den kompletten Wegfall der Mittel für die schulbezogenen Jugendsozialarbeit geraten nicht nur in diesem Bereich tolle Entwicklungen zwischen Jugendhilfe und Schule ins Stocken, die wird dringend brauchen“ betont Hermans. „Derzeit ist nicht absehbar, wie Bund, Land oder Kommune diese positiven Effekte aus zwei Jahren schulbezogener Jugendsozialarbeit sichern helfen – und das macht natürlich bei aller Freude über einen solchen Preis mindestens auch etwas ratlos.“

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