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SkF Essen e.V.

Neue Einrichtung „newland“: Sicherheit und Perspektive für unbegleitete, minderjährige, ausländische und oft traumatisierte Kinder und Jugendliche

Neue Einrichtung „newland“: Sicherheit und Perspektive für unbegleitete, minderjährige, ausländische und oft traumatisierte Kinder und Jugendliche

Essen, 05.11.2015. Angesichts der aktuellen Flüchtlingsdramatik und der Situation der unbegleiteten, minderjährigen Asylsuchenden (UMA) sowie der neuen gesetzlichen Regelungen, die seit dem 1.11.2015 gelten, eröffnete der SkF Essen-Mitte e.V. gemeinsam mit dem Diakoniewerk Essen am 4. November 2015 die Clearing-Stelle „newland“ am Zehnthof in Essen. Die angemieteten Räumlichkeiten auf dem Gelände des Kooperationspartners Kolping-Berufsbildungswerk Essen bieten über vier Etagen Platz für insgesamt fünfzig Jugendliche. Zielgruppe sind zunächst männliche, ausländische Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, die ohne Eltern/Personensorgeberechtigte in das Bundesgebiet einreisen oder nach der Einreise von ihnen längerfristig getrennt wurden.

Einrichtungsleiterinnen Stefanie Dietz (Diakonie) und Nadja Martella (SkF) (v.l.n.r.)

Um den jungen Menschen Sicherheit zu geben und Perspektiven in ihrem Sinne aufzuzeigen, verbleiben die aufgenommenen Kinder und Jugendlichen bis zu sechs Monaten in der Clearing-Stelle und werden durch Fachpersonal therapeutisch und pädagogisch betreut und unterstützt.
„Uns ist es wichtig, dass die ankommenden Jugendlichen zunächst ihre Grundbedürfnisse wie Schlafen, Essen oder Duschen stillen können und zur Ruhe kommen“, betonen die beiden Einrichtungsleiterinnen Nadja Martella (SkF Essen-Mitte) und Stefanie Dietz (Diakoniewerk Essen). „Während ihres Aufenthalts bei uns geht es dann darum, eine verlässliche Tagesstruktur aufzubauen, individuelle Ressourcen zu ermitteln und entsprechende Anschlussmaßnahmen zu entwickeln, um den Weg der Integration in die Gesellschaft zu ebnen.“ Ein multiprofessionelles Team von insgesamt vierzig Mitarbeitenden, bestehend aus Sozialarbeitern, Psychologen, Erziehern, aber auch Sprach- und Kulturmittlern, wird den Bewohnern der neuen Einrichtung zur Verfügung stehen. Wichtige Kooperationspartner sind in diesem Zusammenhang alle Essener Anbieter der stationären und ambulanten Jugendhilfe.

Im Rahmen eines Presse-Talks, moderiert von SkF-Geschäftsführer Dr. Björn Enno Hermans, erläuterten SkF-Geschäftsführerin Claudia Mandrysch und Diakonie-Geschäftsbereichsleiter Jörg Lehmann das Konzept der Clearing-Stelle und das Angebot vor Ort für die Jugendlichen. Sozialdezernent Peter Renzel und Jugendamtsleiterin Annette Berg gingen anschließend ausführlich auf die Situation der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden ein und zeigten die Bedeutung der Clearing-Stelle aus Sicht der Stadt und für die Stadt auf. Wöchentlich kommen hier zwischen acht und zehn Jugendlichen an. Die ersten Jugendlichen werden bereits in dieser Woche „Neuland betreten“ und in die Räumlichkeiten einziehen.

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