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Jugendhilfe – Hilfen zur Erziehung

GoldStücke 2015 – 3. Essener Festival für Theaterpädagogik in Schule: Startschuss der Vorführungen in der Weststadthalle am 13. Mai 2015

GoldStücke 2015 – 3. Essener Festival für Theaterpädagogik in Schule: Startschuss der Vorführungen in der Weststadthalle am 13. Mai 2015

21 Essener Schulen stehen mit ihren Projektgruppen bis zum 22. Mai auf der Bühne und präsentieren die Ergebnisse ihrer Projektarbeit, die zusammen mit dem Jugendhilfeträger SkF Essen-Mitte e.V. durchgeführt wurde.

 

Essen, 12.05.2015. Stille. Konzentration. Anspannung. Aber auch Vorfreude. Anerkennung. Lächelnde und stolze Gesichter. Der letzte Tag der Generalproben in der Weststadthalle bringt gemischte Gefühle bei den Schülerinnen und Schülern mit sich: Die Proben waren gut, ab morgen wird es ernst. 21 Essener Schulklassen werden vom 13. bis 22. Mai 2015 die Ergebnisse ihrer Projektarbeit zu Theater-, Tanz- und Musikdarbietungen im Klassenverbund auf der Bühne der Weststadthalle präsentieren. 

 

In 40 Gruppen haben die insgesamt rund 500 Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis 19 Jahren unter Anleitung von Theater-, Tanz- und Musikpädagogen im vergangenen Schuljahr gelernt, sich schauspielerisch, tänzerisch und musikalisch auszudrücken. Die soziale Komponente im Verhalten der Beteiligten spielt dabei eine wesentliche Rolle und wird nachhaltig positiv beeinflusst. „Mittlerweile setzen wir das Projekt im dritten Jahr um, und es ist immer wieder verblüffend, was die theaterpädagogische Herangehensweise im Sozialraum ‚Schule‘ in den Kindern und Jugendlichen auslöst und bewirkt. Empathie und Verständnis füreinander kommen plötzlich im Miteinander zum Tragen, die Ebene der Emotionen verbindet über Sprach- und soziale Barrieren hinaus“, erläutert Markus Heijenga, Projektverantwortlicher beim Sozialdienst katholischer Frauen Essen-Mitte e.V., die Wirksamkeit der Theaterpädagogik.

 

Theaterpädagogik in Schulen mit Unterstützungsbedarf

Als Jugendhilfeträger setzt der Sozialdient katholischer Frauen Essen-Mitte e.V. verstärkt auf die Methode der Theaterpädagogik und transportiert diese an die Schulen, die den sozialen Bedarf haben und für die die soziale Unterstützung essentiell wichtig ist. „Das soziale Lernen wird insbesondere durch den theaterpädagogischen Ansatz gefördert. Mit Lebenswelten, die denen der Schülerinnen und Schüler entsprechen, und Themen aus deren Alltag – wie zum Beispiel Mobbing und Andersartigkeit untereinander – erreichen wir die Zielgruppe und können so nachhaltig zu deren sozialer und emotionaler Entwicklung beitragen“, beschreibt Dr. Björn Enno Hermans das zu Grunde liegende pädagogische Prinzip. „Neben der individuellen Unterstützung eines jeden Einzelnen trägt das Projekt zudem nachhaltig zum Zusammenhalt im Gruppen- und Klassengefüge bei.“

Diese Art der Unterstützung in den Bildungseinrichtungen selbst ist landesweit einzigartig. Gerade an den Schulen mit bildungs- und sozial benachteiligten wie kulturfernen Kindern und Jugendlichen hat sich das Projekt bewährt: „Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es ein Segen. Selbst äußerst schüchterne Kinder, die zuvor kaum gesprochen haben, gehen auf die Bühne und trauen sich auf einmal einen Redebeitrag zu“, berichtet Norbert Ophey, Schulleiter der beteiligten Schule am Hellweg, aus der Praxis.

 

Auch das Jugendamt der Stadt Essen ist von dem Projekt überzeugt: „Der Höhepunkt für die Kinder ist der Auftritt auf der Bühne – sie erleben sich selbst einmal ganz anders, erhalten Applaus für das, was sie tun. Das ist oft eine völlig neue Erfahrung, auch für die Eltern, erfüllt beide mit Stolz und gibt Selbstvertrauen“, kommentiert Annette Berg, Leiterin des Jugendamtes der Stadt Essen, das Engagement der Stadt in diesem Zusammenhang. „Zudem eröffnen wir den Kindern damit einen Zugang zu Kultur. Das Interesse für kulturelle Themen und Veranstaltungen wird durch die eigenen Erfahrungen auf der Bühne geweckt.“

Verschiedenartigkeit und inklusive Förderung finden in der Theaterpädagogik einen gemeinsamen Nenner: Auf dem individuellen Potenzial der Schülerinnen und Schüler aufbauend haben alle ihre Wichtigkeit und tragen zum Erfolg der gemeinsamen Vorführung bei.

 

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